Hausordnung für die Ferienwohnung: Vorlage zum Kopieren
Eine Hausordnung klärt Erwartungen, bevor etwas schiefgeht. Deine Gäste wissen, was in der Wohnung gilt, und du musst später weniger nachfragen und erklären. Sie gehört in die Buchungsbestätigung und gut sichtbar in die Wohnung.
Wozu eine Hausordnung dient
Gäste kommen aus anderen Wohnungen, anderen Ländern und mit anderen Gewohnheiten. Was für dich selbstverständlich ist, etwa die Ruhe ab zehn Uhr abends oder der Sack für den Restmüll, weiss ein Gast erst, wenn es irgendwo steht. Eine gute Hausordnung liest sich wie eine freundliche Einweisung: kurz, konkret und mit Uhrzeiten.
In diesem Artikel findest du die acht Punkte, die hineingehören, eine fertige Vorlage in Du-Form und den Abreise-Teil, den Gäste am letzten Morgen brauchen.
Was in die Hausordnung gehört: acht Punkte
Diese acht Punkte decken ab, was im Alltag einer Ferienwohnung zu Rückfragen führt. Schreib zu jedem ein bis zwei Sätze und nenne konkrete Zeiten und Orte.
1. Anreise und Abreise
Nenne beide Zeiten als Uhrzeit: Check-in ab, Check-out bis. Schreib dazu, an wen sich Gäste wenden, wenn sie früher kommen oder später gehen möchten.
2. Ruhezeiten
Gib die Ruhezeit mit Anfang und Ende an und sag, was sie bedeutet: Musik auf Zimmerlautstärke, leise Gespräche auf dem Balkon. Ein Hinweis auf die Nachbarn im Haus macht die Regel verständlich.
3. Rauchen
Sag klar, ob in der Wohnung geraucht werden darf, und nenne den Ort, an dem es geht, etwa den Balkon mit Aschenbecher. Wer einen festen Platz kennt, raucht dort.
4. Haustiere
Schreib, ob Haustiere willkommen sind und ob du sie vorab angemeldet haben möchtest. Wenn ja, gehören zwei, drei Sätze dazu: Sofa und Betten, Leine im Treppenhaus, Näpfe.
5. Besucher und Feiern
Halte fest, für wie viele Personen die Wohnung gebucht ist und ob Tagesbesuch in Ordnung ist. Wenn du Feiern ausschliesst, sag es in einem Satz und nenne den Grund.
6. Müll und Recycling
Erkläre, was wohin kommt und wo die Container stehen. Trennsysteme unterscheiden sich von Ort zu Ort, deshalb hilft ein Foto der Container mehr als eine lange Beschreibung.
7. Heizung, Lüften und Fenster
Sag, wie die Heizung bedient wird und wie du gelüftet haben möchtest: einige Minuten bei weit offenem Fenster statt stundenlang gekippt. Bitte darum, Fenster und Dachluken beim Verlassen der Wohnung zu schliessen.
8. Schäden melden
Bitte deine Gäste, Schäden und Defekte sofort zu melden, und nenne dafür eine Nummer. Ein Satz wie «Ein zerbrochenes Glas kann passieren» senkt die Hemmschwelle, sich zu melden.
Die Vorlage zum Kopieren
Kopiere den Text, ersetze die eckigen Klammern durch deine Angaben und streiche, was auf deine Wohnung nicht zutrifft. Die Vorlage passt auf eine Seite.
Geh die Vorlage danach einmal in der Wohnung durch: Stimmt der Ort des Containers, steht der Aschenbecher wirklich auf dem Balkon, ist die Nummer aktuell? Eine Hausordnung, die zur Wohnung passt, wird ernst genommen.
Der Abreise-Teil: fünf Punkte vor dem Gehen
Den letzten Abschnitt lesen Gäste am Abreisemorgen, wenn die Koffer schon im Flur stehen. Halte ihn kurz und ordne ihn in der Reihenfolge, in der man durch die Wohnung geht.
1. Fenster schliessen
Alle Fenster, Dachluken und die Balkontür, auch im Bad.
2. Geschirr
Spülen oder die Spülmaschine starten. Schreib dazu, welche Variante dir lieber ist.
3. Müll
Säcke zubinden und zum Container bringen. Nenne den Ort, damit die Suche entfällt.
4. Schlüssel
Sag, wohin der Schlüssel kommt: Schlüsselbox, Tisch oder Briefkasten. Bei mehreren Schlüsseln nennst du die Anzahl.
5. Lichter und Heizung
Lichter aus, Heizung auf die Stufe, die du angibst.
Ein Blatt an der Tür erinnert an diese Punkte, geht im Aufbruch aber leicht unter. Wer einen QR-Code für den Check-out neben die Tür hängt, kann dem Gast genau diese fünf Punkte direkt nach dem Scan als Erinnerung anzeigen. Bei CheckYout scannt der Gast den Code beim Verlassen mit der Handykamera, ohne App und ohne Login. Dein Reinigungsteam erfährt im selben Moment per WhatsApp, dass die Wohnung frei ist, und kann früher starten. Das Schild mit dem QR-Code ist englisch beschriftet.
Wie der Abreisetag insgesamt abläuft, zeigt die Seite zum Check-out-Prozess. Tipps für den Wechseltag stehen im Artikel Gästewechsel optimieren, und wie du die Reinigung danach planst, liest du in Endreinigung automatisch planen.
Drei häufige Fehler in Hausordnungen
1. Zu lang
Zwei eng beschriebene Seiten liest kaum ein Gast bis zum Ende. Eine Seite mit kurzen Absätzen reicht. Was selten vorkommt, etwa die Bedienung des Kamins, gehört in die Gästemappe.
2. Nur Verbote ohne Begründung
«Schuhe verboten» klingt nach Schulhaus. «Bitte zieh die Schuhe im Flur aus, der Holzboden ist empfindlich» sagt dasselbe und erklärt den Grund. Mit dem Grund liest sich die Regel als Bitte.
3. Nur auf Deutsch bei internationalen Gästen
Gäste aus dem Ausland müssen sich den Text erst mit dem Handy übersetzen. Leg eine englische Fassung dazu, am besten auf demselben Blatt oder auf der Rückseite.
Häufige Fragen zur Hausordnung
Ist eine Hausordnung verbindlich?
Am zuverlässigsten wirkt sie, wenn der Gast sie vor der Buchung sehen konnte und sie Teil deiner Buchungsbedingungen ist. Viele Plattformen haben ein eigenes Feld für Hausregeln, das du dafür nutzen kannst. Für deinen Einzelfall fragst du am besten eine Fachperson, denn dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
In welchen Sprachen sollte die Hausordnung vorliegen?
Deutsch und Englisch sind ein guter Anfang. Wenn viele deiner Gäste aus demselben Land kommen, lohnt sich eine dritte Fassung in ihrer Sprache. Halte alle Fassungen inhaltlich gleich und ändere sie immer gemeinsam.
Wohin gehört die Hausordnung?
An drei Orte: in die Buchungsbestätigung, damit der Gast sie vor der Anreise kennt, in die Gästemappe und als einzelnes Blatt gut sichtbar in die Wohnung, zum Beispiel innen an die Wohnungstür. Den Abreise-Teil kannst du zusätzlich neben die Tür hängen.
Abreise-Punkte direkt nach dem Scan zeigen
Der Gast scannt beim Verlassen den QR-Code, dein Reinigungsteam erhält sofort eine WhatsApp.
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